Ernst Barlach „Kopf des Güstrower Ehrenmals“ mit Wandaufhängung | Tagesspiegel-Shop
„Kopf des Güstrower Ehrenmals“ mit Wandaufhängung

Ernst Barlach

„Kopf des Güstrower Ehrenmals“ mit Wandaufhängung

1.480,00 €
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Beschreibung:
Reproduktion in limitierter Auflage (980 Exemplare), einzeln nummeriert, mit Gießereipunze, mit nummeriertem Authentizitäts- und Limitierungszertifikat.

Details:

  • Maße: 22,5 x 24 x 15 cm (mit Wandaufhängung)
  • Gewicht: 4,5 kg
  • Bronze, von Hand gegossen im Wachsausschmelzverfahren.
  • Direkt vom Original abgeformt und verkleinert
  • Limitierte Auflage: 980 Exemplare, einzeln nummeriert, mit Gießereipunze, mit nummeriertem Authentizitäts- und Limitierungszertifikat.

Eines der berühmtesten Werke Ernst Barlachs, der „Schwebende“, wurde als Mahnmal für die Opfer des ersten Weltkriegs geschaffen und hing als solches von 1927-1937 in einer Nische des Güstrower Doms. Er ist jedoch auf gleich zweifache Weise auch ein Mahnmal der Freundschaft: Als Gesamtskulptur (Werkverzeichnis 425) wie als Detailguss „Kopf des Güstrower Ehrenmals“ (Werkverzeichnis 426).

Dass die Gesamtskulptur überhaupt noch existiert, verdanken wir Freunden Barlachs. Sie ließen kurz nach dem Tod des Künstlers 1938 anhand des noch vorhandenen Werkmodells einen weiteren Guss anfertigen und versteckten ihn, nachdem „Der Schwebende“ 1937 von den NS-Behörden als „entartet“ klassifiziert, aus dem Dom entfernt und schließlich gar eingeschmolzen wurde. Er hängt heute in der Antoniterkirche in Köln und konnte wiederum genutzt werden, um einen weiteren Guss für den ursprünglichen Standort zu fertigen. So kehrte Barlachs Meisterwerk 1953 in den Güstrower Dom zurück und erinnert dort seither, die Jahreszahlen sind unter ihm in Stein graviert, an die Opfer der Weltkriege von 1914-1918 und von 1939-45.

Der „Kopf des Güstrower Ehrenmals“, Barlachs Detailguss aus dem Jahre 1930, ist darüber hinaus ein Dokument einer unmittelbaren Künstlerfreundschaft. Seine Gesichtszüge sind recht eindeutig - obwohl „ohne Absicht“, wie Barlach später behauptete - die seiner Künstlerfreundin Käthe Kollwitz. Auch ihr Werk wurde im nationalsozialistischen Deutschland verfemt. 1936 wurden ihre Arbeiten aus der Berliner Akademieausstellung entfernt. Als Künstlerin war sie fortan praktisch nicht mehr präsent. So wirkt der „Kopf des Güstrower Ehrenmals“ im Nachhinein wie die Vorahnung einer Schicksalsgemeinschaft: Es ist das Porträt einer Künstlerin, die Barlach freundschaftlich verehrte und die wie er selbst bald schweren Zeiten entgegenging.

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