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Oskar Schlemmer

„Bauhaustreppe“ (1931/32)

„Bauhaustreppe“ (1931/32)

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Artikelnummer: 885279

Details:

  • Hochwertige Reproduktion auf schwerem Hahnemühle-Echtbütten Aquarellpapier
  • edle Massivholzrahmung
  • mit Schrägschnittpassepartout
  • staubdicht verglast
  • 69 x 58 cm

Limitierte Auflage: 499 Exemplare. rückseitig nummeriertes Zertifikat

Stereometrische Figuren, der aufstrebende Weg hin zum Licht – Das 1932 in Breslau entstandene Gemälde von der Stiegenanlage des Bauhauses in Dessau besticht durch seine starke Symbolkraft. Die Treppe steht für das Streben in eine bessere Zukunft. Die stilisierten Personen im streng geometrischen Raum bezeichnen den Fortschritt. Vor dem historischen Hintergrund seiner Entstehung gesehen gewinnt das Werk noch zusätzlich an Stärke. Denn Schlemmer malte es aus Protest gegen die Schließung des Bauhauses, die im September 1932 durch das nationalsozialistische Regime veranlasst wurde. Das daraufhin in Breslau geschaffene Gemälde wurde für kurze Zeit im Württembergischen Kunstverein Stuttgart gezeigt. Als die Ausstellung jedoch wenig später von den Nationalsozialisten verboten wurde, veranlasste ein amerikanischer Kunsthistoriker den Erwerb für die Sammlung des New Yorker Museum of Modern Art. Heute gilt die Bauhaustreppe als Hauptwerk Schlemmers. Die gitterartige Struktur und dezenten Farben der Architektur sowie die modularen Figuren kennzeichnen die Grundidee der Bauhaus-Philosophie. Diese setzt sich in Schlemmers Darstellung durch das Hinaufsteigen in Richtung Lichtquelle über die Bedrohung durch den Nationalsozialismus hinweg.

Der deutsche Künstler Oskar Schlemmer (1888-1943) wurde 1921 von Walter Gropius ans Bauhaus nach Dessau gerufen, wo er die Werkstätten für Wandbildmalerei und Theater leitete. 1929 wechselte er an die Breslauer Akademie und später an die Vereinigten Staatsschulen für freie und angewandte Kunst in Berlin. Schlemmer musste 1932 auf Druck durch die Nationalsozialisten seine Lehrtätigkeit aufgeben. Zahlreiche seiner Bilder wurden übermalt, seine Fresken an den Bauhaus-Wänden als „entartete Kunst“ abgeschlagen.

Original: 1931/32, Aquarell und Tinte über Bleistift auf Schreibpapier mit Leinenprägung, 27,7 x 21,9 cm, Privatbesitz, Privatsammlung.

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