„Szenen einer Ehe, Sie & Er“
„Szenen einer Ehe, Sie & Er“
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Ohne jeden Zweifel war Bernhard-Viktor Christoph-Carl von Bülow alias Loriot der „Grandseigneur“ des deutschen Humors. Er war ein über alle Maßen guter Beobachter. Sein Interesse galt dabei dem Alltäglichen. Es sind ganz normale Menschen in ganz normalen Lebenssituationen, die sich bei bester Absicht durch kleine Missverständnisse in einem heillos komplizierten Durcheinander verheddern oder im Gespräch miteinander scheitern.
So ist es etwa häufig in Loriots „Szenen einer Ehe“, die es als Skizzen in Buchform, als Zeichentrickfilme und gelegentlich sogar als Bühneninszenierung gibt. Die Debatte um die Kochzeit eines Frühstückseis oder um die „richtige“ Gestaltung des Feierabends dürften zu den bekanntesten Arbeiten Loriots überhaupt zählen. Doch bei aller Reibung sind Mann und Frau stets ein eingespieltes Team, er erklärt wortreich, sie hinterfragt geduldig. Am Ende aber bleibt die Erkenntnis, dass man ohne den anderen weniger Chaos, aber deutlich weniger zu lachen hätte.
Das hat Loriot in unserer Edition „Szenen einer Ehe“ gewissermaßen dargestellt: Auf eine Beziehung auf Augenhöhe (wo immer die gerade sein mag), auf blindes Vertrauen aufeinander und auf die Bereitschaft, Situationen unerschrocken gemeinsam durchzustehen, kommt es an.
Edition in Bronze, gegossen im Wachsausschmelzverfahren, von Hand ziseliert, poliert und patiniert. Limitierte Auflage: 980 Exemplare, nummeriert, signiert und mit dem Gießerei- und ars mundi-Stempel punziert. Mit nummeriertem Authentizitäts- und Limitierungszertifikat.
„Sie“: 6,5 x 8 x 17,5 cm, Gewicht ca. 0,9 kg
„Er“: 6,5 x 9 x 18,5 cm, Gewicht ca. 1 kg
Über Loriot
1923–2011, Zeichner, Cartoonist, Autor, Humorist, Opernregisseur
Loriot – wer kennt ihn nicht? Auf sein Konto gehen zwei Goldene Kameras, zwei Goldene Schallplatten, die Goldene Leinwand, das Goldene Grammophon und der Goldene Ehrenlöwe. Nicht zu reden vom Ernst-Lubitsch- und Adolph-Grimme-Preis, vom Telestar oder Sonderbambi... Für seine besonderen Verdienste wurde ihm das Bundesverdienstkreuz verliehen.
Loriot – wer kennt sie nicht: Die Herren Müller-Lüdenscheid und Dr. Klöbner, die sich – unversehens in dieselbe Hotelbadewanne geraten – so köstlich darüber streiten, ob die Ente nun zu Wasser darf oder nicht... In seinen Büchern hat sich der Schöpfer der Nasenmännchen, Vicco von Bülow alias Loriot, intensiv mit dem Lauf der Zeit auseinandergesetzt. Man denke nur an „Loriots Tagebuch – Zeitgeschehen von Meisterhand“ oder „Loriots Heile Welt – Neue gesammelte Texte und Zeichnungen zu brennenden Fragen der Zeit“.
Vicco von Bülow alias Loriot war ohne jeden Zweifel der „Grandseigneur“ des deutschen Humors. Seine Sketche kennt man häufig Wort für Wort auswendig (das englische „by heart“ trifft es besser …), und auf welchem Feld er sich auch immer bewegt hat – als Karikaturist, als Humorist, als Schauspieler und Regisseur – immer hat er Besonderes, Erinnerungswürdiges geleistet.
Fragt man nach dem Grund dieses Erfolges, so stößt man bald auf das Zitat Vicco von Bülows: „Komik, wie ich sie verstehe, hat immer mit Selbstironie zu tun, sonst fehlt etwas. Man muss sich selbst miteinbeziehen.“ Das ist in allen seinen Werken spürbar, und weil dem so ist, ist sein Witz auch nie herabsetzend, nie verletzend – am Ende ging Loriot selbst mit den Figuren seiner treffendsten Parodien und genau beobachteten Entlarvungen kleinbürgerlicher Engstirnigkeit höchst liebevoll um. Humor, so könnte man formulieren, ist bei Loriot kein scharfer Dolch für grimmige Auseinandersetzungen, sondern ein feines Skalpell, das mit jedem Schnitt letztlich der Heilung der Welt zuarbeitet.
Der „Grandseigneur“ des deutschen Humors verstarb im August 2011.
Hersteller: ars mundi Edition Max Büchner GmbH, Bödekerstraße 13, 30161 Hannover, Deutschland E-Mail: info@arsmundi.de
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