„Tiger“ (1965)
„Tiger“ (1965)
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Original: 1965, Museum Morsbroich, Leverkusen. Werkverzeichnis 78.
Hochwertige Reproduktion im 5-farbigen amplitudenmoduliertem Rasterverfahren, das Zwischentöne exakt wiedergibt, auf 260g Rives-Bütten. Limitiert auf 500 Exemplare. Motivgröße 59,5 x 64 cm. Gerahmt in silberfarbener Massivholzrahmung hinter entspiegeltem Museumsglas (UV70). Mit Zertifikat.
72,5 x 77 cm
© Gerhard Richter 2023 (22032023)
Über Gerhard Richter
„Ich verfolge keine Absichten, kein System, keine Richtung, ich habe kein Programm, keinen Stil, kein Anliegen.“ Mit diesen Worten beschreibt sich einer der erfolgreichsten und vielseitigsten Künstler unserer Zeit selbst: Gerhard Richter.
Geboren 1932 in Dresden, verließ Richter noch vor dem Mauerbau seine Heimatstadt und ging in den Westen, um sein Studium an der Kunstakademie Düsseldorf fortzusetzen. Aufsehen erregte der junge Künstler mit seiner fotorealistischen Malerei von Motiven direkt aus dem heimischen Familienalbum. In einer Zeit und Umgebung, in der vor allem die experimentelle, abstrakte Kunst das Sagen hatte, sorgten Richters Bilder für Furore.
Eine Eigenschaft Richters scheint darin zu bestehen, sich immer dann nach neuen Ausdrucksweisen umzusehen, wenn sich eine von ihm erkundete Methode erfolgreich am Kunstmarkt etabliert hat. Auf seine figurative Malerei in Grau folgten monochrome Graubilder und die farbigen „Vermalungen“, die das Bildmotiv unkenntlich machten. Mitte der 1970er-Jahre wandte er sich der Abstraktion zu – nicht minder erfolgreich als mit seinen vorherigen Arbeiten.
Die Vielseitigkeit zieht sich durch Gerhard Richters gesamtes Œuvre. Er ist nicht „nur“ Maler, sondern auch Bildhauer und Fotograf. Er zeichnet, aquarelliert, macht Performances und Installationen. Seine Fotografien und Grafiken sind inzwischen ebenso begehrt wie seine Malerei – hohe Preise inbegriffen. Seine Gemälde nehmen den Raum ein und entstehen unter vollem körperlichem Einsatz.
Sein Ruhm und die hohen Preise sind dem Künstler selbst manchmal unheimlich, wie er in einem Interview mit der Zeit aus dem Jahr 2015 freimütig einräumte. Der Popularität seiner Werke tut dies jedoch keinen Abbruch. Richter ist ein Künstler, der trotz seines herausragenden Status sich selbst treu geblieben ist und lieber seine Kunst sprechen lässt, anstatt sich selbst zu inszenieren.
2011 erzielte sein Ölgemälde „Kerze“ aus dem Jahr 1982 bei der Versteigerung durch ein großes Auktionshaus knapp zwölf Millionen Euro. Das Bild gehört zu einer Serie, die Richter Anfang der 1980er-Jahre in seinem leicht unscharfen, fotorealistischen Stil malte. Es gilt als Symbol für den schweigenden Protest der DDR-Bürger gegen das sozialistische Regime und wurde zu einem von Richters bekanntesten Motiven.
Als bedeutendster privater Sammler von Gerhard Richter gilt übrigens der britische Musiker Eric Clapton mit über 50 Werken. Und das, obwohl Richters Arbeiten auf dem Kunstmarkt zu den teuersten Werken eines lebenden Künstlers zählen. Die Leinwand „Abstraktes Bild“ aus dem Jahr 1986 wurde bei Sotheby’s für 41 Millionen Euro zugeschlagen. Selbst Richters grafische Arbeiten werden teilweise bereits im sechsstelligen Bereich gehandelt.
Gerhard Richter erhielt 1997 den Praemium Imperiale, den „Nobelpreis“ der Künste. 2002 wurde ihm als besondere Anerkennung eine umfassende Retrospektive im New Yorker Museum of Modern Art gewidmet. Mit 188 Werken war sie die größte Ausstellung, die dort jemals einem lebenden Künstler gewidmet wurde.
Hersteller: ars mundi Edition Max Büchner GmbH, Bödekerstraße 13, 30161 Hannover, Deutschland, info@arsmundi.de
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