Philharmonie Berlin
„Veronika Eberle, Dalia Stasevska & das DSO“ – exklusive Tickets 08.11.2026
„Veronika Eberle, Dalia Stasevska & das DSO“ – exklusive Tickets 08.11.2026
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Klangräume zwischen Natur und Abstraktion
So klingt eine Urkraft, eine allgegenwärtige Parallelwelt, in der alles genau so ist wie hier, und doch ganz anders: ›Archora‹ verschmilzt zwei Begriffe miteinander, erklärt die Komponistin Anna Thorvaldsdottir: »archē« für Urbeginn und »chōra« für Raum. Zusammen stehen sie für eine Welt, »die vertraut und fremd ist, statisch harrt und sich wandelt« – die Musik schwebt mysteriös und erinnert an die Atmosphäre isländischer Landschaften.
Genauso ruft auch Jean Sibelius’ Violinkonzert Assoziationen an die Weite der Natur hervor. Dessen Uraufführung im Februar 1904 nahm die Kritik aber mit deutlich weniger Begeisterung auf – der Komponist zieht das Werk nach der harschen Reaktion erst einmal zurück. Ein Jahr lang entschlackt er die Musik, befreit sie von unnötigem Pomp und gibt ihr eine klare, strukturierte Form: Diese Fassung lebt von schwebenden Effekten und gedankenverlorenen Melodien.
In dieser Musik »gibt es keine Ereignisse, sondern nur Zustände«, schreibt György Ligeti über ›Atmosphères‹. »Es gibt nur Zustände, keine Konturen und Gestalten, sondern nur den unbevölkerten, imaginären musikalischen Raum, und die Klangfarben.« Diese Farben sind bei Ligeti »die eigentlichen Träger der Form«. Innerhalb dieses dichten Gewebes sollen absichtlich keine kausalen Zusammenhänge oder Wechselwirkungen entstehen, sondern ein klangliches Knäuel, aus dem heraus schillernde Muster und hypnotische akustische Phänomene erwachsen.
»Mit dem Abschmelzen der Polkappen und dem Anstieg des Meeresspiegels könnten wir schneller selbst zum Ozean werden, als wir denken.« Diesen Gedanken stellt John Luther Adams seinem Werk ›Become Ocean‹ voran: »Irgendwann beginnen wir zu begreifen, dass wir Teil von etwas viel Größerem sind.« Mit sich überlagernden Instrumentengruppen und ständig verändernden harmonischen Mustern beschwört Adams in seinem tonalen Werk die dunkle Magie des Meeres.
Auf dem Programm:
- Anna Thorvaldsdottir:Archora
- Jean Sibelius: Violinkonzert d-Moll
- György Ligeti:Atmosphères
- John Luther Adams:Become Ocean
Mitwirkende:
- Dalia Stasevska, Dirigentin
- Veronika Eberle, Violine
- Deutsches Symphonie-Orchester Berlin
Termin: Sonntag, 8. November 2026, 20.00 Uhr
Ort: Philharmonie Berlin, Herbert-von-Karajan-Straße 1, 10785 Berlin
Die Tickets sind der Preisklasse 1 zugeordnet.
Hersteller: Deutsches Symphonie-Orchester Berlin in der Rundfunk Orchester und Chöre GmbH im rbb-Fernsehzentrum, Masurenallee 16-20, 14057 Berlin, E-Mail: tickets@dso-berlin.de
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